MINIMALIST.


 

Gehörst du auch zu den Menschen, die zehn graue Pullis im Schrank horten? Dann vereinfache dein Leben. Weniger ist mehr! Ein minimalistischer Lebensstil macht gelassen und glücklich. Wenn du deine Wohnung entrümpelst, dann entrümpelst du gleichzeitig auch deine Seele. Eine aufgeräumte Wohnung wirkt entspannend auf uns und macht zufrieden. Mach Schluss mit überfüllten Schränken und vollgestopften Regalen!

 

Mit diesen vier Schritten geht Ausmisten und Ordnunghalten ganz einfach:

 

1  DEIN NEUES MINDSET

Die eigenen vier Wände sollten nicht als Lagerraum missbraucht werden. Wir konsumieren ständig Gegenstände, die wir nicht benötigen. Viel zu viele Klamotten und Dinge verstopfen unsere Wohnungen. Viele Sachen werden jahrelang unbenutzt aufbewahrt. Oft ist die Angst groß, dass der unnütze Kram, der deine Schränke und Schubladen füllt, vielleicht doch noch irgendwann gebraucht wird. Doch leider ist es so, dass dich der ganze Besitz belastet. Wenn ein Raum überladen ist, überträgt sich das direkt auf das Gemüt. Es wirkt erdrückend. Man hat keinen Platz mehr zum Atmen. Weniger Ballast erleichtert Geist und Seele. Deshalb solltest du herausfinden, was du wirklich brauchst und was nicht. Die Regel lautet: Alles was du in den letzten 12 Monaten nicht benutzt hast, brauchst du nicht. Also weg damit! Das Aufräumen der Wohnung ist wie ein Aufräumen der Seele. Es entsteht anschließend ein Gefühl von Klarheit. Mach aus deinem Zuhause einen Ort der Ruhe und Entspannung, an dem du auftanken kannst. Falls du jetzt dein Chaos betrachtest und denkst "das schaffe ich nie": Doch, du kannst es schaffen! Schritt für Schritt.

2  DIE DREI-KISTEN-METHODE 

Aufgeräumt wird nicht nach Räumen, sondern nach Kategorien, wie Kleidung, Bücher, Papiere, Kleinkram, etc. Nimm dir am Anfang nicht zu viel vor und starte erstmal mit einer Kategorie! Beginne zum Beispiel an einem verregneten Sonntag mit deiner Kleidung: Entleere deinen überfüllten Kleiderschrank oder deine vollgestopften Schubladen! Betrachte immer nur einen überschaubaren Bereich und nicht das gesamte Chaos. Wenn dir der ganze Schrank zu viel erscheint, dann beginne zunächst mit einem Regalboden oder einer Schublade. Für diesen kleinen Bereich heißt es dann: ALLES muss erstmal raus! Danach entscheidest du, was bleiben darf und was nicht.

Sortiere Kaputtes und Zerschlissenes in die erste Kiste, alles was noch gut ist, also Ungetragenes und nicht mehr Passendes, kommt in die zweite Kiste. (Sich von Fehlkäufen zu trennen, fällt vielen besonders schwer, obwohl gerade diese Sachen uns enorm belasten, weil sie uns immer an unseren Fehlkauf erinnern und uns so ständig ein schlechtes Gewissen bereiten.) Reparaturbedürftiges solltest du niemals aufbewahren. Das zehrt an deiner Energie: Entweder wird Kaputtes sofort repariert oder entsorgt. 

Alle Dinge, bei denen du dir nicht sicher bist, kommen in die dritte Kiste.

Trenne dich von allen Dingen, die dir keine Freude mehr bereiten. Das gilt auch für ungeliebte Geschenke. Umgib dich nur mit Dingen, die du liebst! Nimm jedes Teil in die Hand und frage dich "Macht mich dieses Teil glücklich?" und "Brauche ich dich noch in meinem Leben?". Die Auseinandersetzung mit deinen Dingen ist eine gute Selbstreflexion. 

Alle Teile, die dich glücklich machen, kommen anschließend wieder in den Schrank. Übrigens: Die japanische Aufräumspezialistin Marie Kondo empfiehlt, sich von allen Dingen, die man nicht mehr benötigt, mit einem wertschätzenden Dankeschön zu verabschieden.

3  WEG MIT DEINEM GERÜMPEL 

Der Inhalt der ersten Kiste kommt in den Müll. Die aussortierten Dinge in der zweiten Kiste kannst du verschenken, spenden oder verkaufen. Alle Gegenstände in der dritten Kiste, bei denen du dir nicht sicher bist, ob du dich von ihnen trennen kannst, stellst du erstmal in den Keller. Notiere den Inhalt auf dem Karton, falls du mal etwas suchst. Solltest du einen Gegenstand vermissen, dann nimm ihn wieder aus der Kiste. Alles was nach einem halben Jahr immer noch in der Kiste ist, kann dann endgültig weg.

Nachdem du den ersten überschaubaren Bereich entrümpelt hast, gönnst du dir eine Belohnung. Für jede aufgeräumte Schublade gibt es ein leckeres Eis, einen schönen Blumenstrauß oder irgendetwas Anderes, womit du dich belohnen kannst.

4  DEIN NEUBEGINN

Das wahre Leben beginnt nach dem Aufräumen. Nachdem alles entrümpelt ist, hast du jetzt viel Zeit und Raum für Wichtigeres. Es wird dir viel leichter fallen, dich zu fokussieren. Und du sparst enorm viel Zeit, weil du weniger aufräumen und Dinge suchen musst. Die neue Ordnung in deiner Wohnung kannst du bewahren, in dem jeder Gegenstand seinen festen Platz bekommt. Nach Gebrauch wird er immer wieder dorthin zurück gelegt. Es ist ein gutes Gefühl, das Leben geordnet zu haben.

Klasse statt Masse! Neuen Kram solltest du gar nicht erst in deine Wohnung lassen. Oft kaufen wir viel mehr, als wir eigentlich benötigen. Bei deiner nächsten Shopping-Tour überlege zweimal, ob du den Gegenstand wirklich brauchst. Wenn sich der Kauf nicht umgehen lässt, dann entscheide dich für hochwertige Produkte, die ein Leben lang halten. Weniger Krempel, dafür Hochwertiges. Das hat auch einen psychologischen Effekt: Aufgrund der höheren Anschaffungskosten überdenkst du vielleicht noch einmal deine Kaufentscheidung. 

ANMERKUNGEN

Falls du in der nächsten Zeit eine Frühjahrs- oder Fastenkur für dich geplant hast, dann kannst du diese prima mit einem Detox für die Wohnung kombinieren.

Eine Wohlfühlumgebung ist die ideale Voraussetzung für eine erfolgreiche Kur.

Deshalb solltest du vor deiner inneren Reinigung erstmal deine Wohnung putzen und entrümpeln.

Anschließend kannst du viel leichter deinen Körper und deinen Geist in einer angenehmeren Atmosphäre reinigen.

"Die Unordnung im Zimmer entspricht der Unordnung im Herzen."

 JAPANISCHES SPRICHWORT

Gestalte dein Leben.


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Sandra Meißner ist Architektin, Expertin für Vastu und Yogalehrerin. In ihrem Blog teilt sie ihre liebsten Wohlfühlrezepte für ein holistisches Zuhause, Körper und Geist. Alles nach dem Motto: Love Yoga & Live Vastu! 

 


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